Donat's Steinbockfahrt 2010

Reisebericht: Donat’s Steinbockfahrt 2010
Der Wetterbericht für das Wochenende 13. – 15. August liess den bereits obligaten Regenguss erahnen…also nicht ohne Regenkombi!
Sarah, Guido, Böre, Andrea, Hans und Donat…zu sechst geht’s um 14.45 los Richtung Langenthal-Huttwil-Willisau-Entlebuch-Panoramastrasse-Brünig in die erste Pause in Meiringen. Bis dahin trocken und angenehm. Im Meiental war kaum Verkehr, also etwas Gas geben war angesagt. Gegen die Passhöhe gabs dann etwas Nebel und das ist doch fast unangenehmer als Regen, aber es blieb grösstenteils trocken. Schöllenen-Andermatt wäre doch sooooo schön zu fahren, wenn nur diese Auto-Stauflüchtlinge nicht wären! Aber der Oberalp bis zur Passhöhe war wiederum traumhaft und ich glaube nach unserem Vorbeidonnern waren alle Munggen hellwach.
Auf dem Pass fings an leicht zu regnen aber in Sedrun wars schon wieder trocken. Den „Rhätisch Kongo“ passierten Andrea und ich etwas schneller als genüsslich und zwischen Laax und Reichenau warteten wir dann auf das „Gros“ unserer Gruppe. Die knallten aber einfach vorbei und davon und wir konnten diese „Rowdies“ weder ein- noch überholen…prompt verpassten sie den Abzweig nach Thusis und ratterten Richtung Chur. Klar, die wollten ja nicht via San Bernardino ins Tessin sondern nach Davos und dies war leider noch nirgends ausgeschildert…grins!
Nun wurde es langsam finster, aber die schönen Kurven durch den Schyn, die Albula- und Landwasserschlucht erfreuen einen auch bei Dunkelheit; nach dem Motto :
„Bist Du hier drei Mal tags gefahren, findst es auch bei Nacht!!“
Der Röteli im Terminus hiess uns um 21.30 willkommen und wir sind doch alle trocken eingetrudelt. Die Küchenbesatzung hat uns auch sehnlichst erwartet und verwöhnte uns mit feinen Schni-Po-Ge. Der Malanser verlieh eine angenehme Müdigkeit und keiner verspürte mehr Lust, Davos by Night zu verunsichern.
Samstag Morgen, sonniges Wetter, herrliches Davoser Frühstücksbuffet, was wünscht man sich mehr?! Franz und Lori aus Landquart haben sich zu uns gesellt und nun wird die Rundfahrt geplant während Konsultation der Wetterkarten per iPhone…von Süden her dicke Regenwolken und eigentlich war das Veltlin in meinem Visier. Die Alpennordseite verhiess eher trockene Strassen, also ab gen Austria via Flüelapass-Unterengadin und hier in den schönsten Ecken…Pinkel-Stop! Also künftig vor Abfahrt nicht nur Tan füllen sondern auch Blase leeren!
In Landeck ging durchs malerische Patznauntal bis St. Anton am Arlberg. Böre zeigte akute Unterernährungs-Symptome und er empfahl uns eines ihm bereits aus früheren Zeiten bekanntes Lokal zum Mittagessen. Chapeau…sehr gluschtige Auswahl auf der Speisekarte, der Service war, wie von Oesterreich gewohnt, nett und zuvorkommend, das Essen ausgezeichnet nur mit der Windsicherheit hapert es bedenklich…ausgerechnet der Küchenbon von Böre war vom Winde verweht uns als die Chefin den Zwiebelrostbraten endlich servieren wollte, hatte bei Böre der Appetit dem Aerger Platz gemacht und weiter gings mit Snickers im Bauch auf den Arlberg.
Hier entscheidet sich Hans, geradeaus zu fahren, vermutlich um vor den Regenwolken zurück in Davos zu sein?! Wir geniessen indessen die zügigen Strassen über den Flexenpass ins Lechtal auf den Hochtannberg und von da durch ein malerisches Tal, durch welches man eigentlich etwas gemächlicher fahren sollte, um die herrliche Gegend zu bestaunen. Zum Schluss geniesst uns die abwechslungsreiche Strecke Richtung grosses Walsertal über das Furka-Joch. Es ist inzwischen etwas kühler geworden und der warme Pass-Trunk in Form von heissem Kakao wirkt Wunder. Nun ziehen sich etwas Wolken zusammen und weiter geht’s Richtung Feldkirch-Liechtenstein…ne richtig blödlangweilige Strecke, keine verführerischen Ecken zum „heizen“ und alles begrenzt auf 50 kmh. Die Auflockerung über die St.Luziensteig bis Maienfeld war eine herrliche Befreiung.
Die letzte Etappe durchs Prättigau darf ja nicht einfach so zum Einschlafen sein und somit wagte ich noch einen Abstecher ab Schiers via Lunden- Buchen-Putz- Küblis. Nun war aber endgültig Ende Sunshine und dunkle Wolken in Richtung Parsenn bewogen uns zum Gasgeben. Ab Wolfgang gabs noch ein paar Tröpfli, die jedoch bis Davos Platz vorzue verdunsteten.
Maschine abgestellt und Petrus liess seine Waschanlage laufen.
Den Abend genossen wir gemütlich im China Restaurant am grossen, runden Tisch. Der anschliessende Verdauungs-Rundgang war auch schon schöner aber in der EX hats zum Glück nur durch die Kehle geregnet.
Sonntag Morgen, Davoser Frühstücksbuffet, traumhaft! Draussen traumahaft nass und kalt. Nichts wie rein ins Regenkombi und ab über den Wolfgang heimwärts durchs Prättigau. Nach der Klus war der Regen vorbei und wir hatten trockene Autobahn bis nach Hause.
Bleibt die Frage: Wieviele Steinbockfahrten müssen wir noch machen, bis uns endlich mal das Wetter hold ist?
Jedenfalls sind wir dankbar für die abwechslungsreichen Strecken ohne Pannen und Zwischenfälle. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.
Gruss
Euer Donat
